Gartenpartei

Eine Landespartei in Sachsen-Anhalt
ökologisch, sozial und ökonomisch

Für eine dunkelgrüne Politik


2013 in Magdeburg gegründet
Wir haben Agrarindustrie satt
sonst sind wir bald nicht mehr satt!
    Am kommenden Samstag, dem 18. Januar, findet in Berlin die Demonstration gegen die industrielle Landwirtschaft unter dem Motto „Wir haben es satt!“ statt. Wie auch in den Vorjahren werden wieder zigtausende engagierte Menschen gegen die Mitverursacher von Artensterben, Bodenvergiftung, Grundwasserbelastung und Klimaerwärmung protestieren. Adressaten des Protestes sind auch die Politikerinnen und Politiker in Berlin und Brüssel, die unter der Einfluss der Agrarlobby und der agrochemischen Industrie seit Jahren eine tier-, landschafts- und bürgerfeindliche Politik verfolgen.

    Der Autor Dr. Joachim Gerber auf der „Wir haben es satt“-Demo 2019

    Die Gartenpartei unterstützt diesen Protest, weil die industrielle Landwirtschaft, wie sie bislang betrieben wird, auch eine Gefährdung für Gärten, Parks sowie Landschaftsschutz- und Erholungsgebiete darstellt. Magdeburg ist umgeben von ausgedehnten, industriell bewirtschafteten Agrarflächen. Die Landschaften der Hohe und Niederen Börde aber auch Ostelbiens sind geprägt von riesigen Ackerflächen, auf denen unter immensem Einsatz von Dünge- und Unkrautvernichtungs- und „Schädlings“bekämpfungsmitteln pflanzliche Monokulturen (hauptsächlich Mais, Raps und Rüben), u.a. für die Erzeugung von Biogas und Biokraftstoff angebaut werden. Zur bessern Flächenausnutzung wurden Feldraine weitgehend beseitigt. Auf diesen Agrarflächen und in diesen Böden ist kaum noch tierisches Leben anzutreffen. Insekten finden dort keinen Lebensraum, und deshalb finden Vögel dort keine Nahrung. Selbst die für die Bodenfruchtbarkeit wichtigen Mikroorganismen sind nur noch in unzureichendem Maße vorhanden, so dass bspw. die in Niederndodeleben ansässige Agro Bördegrün zuletzt Mutterboden auf ihren Feldern ausbringen musste.


    Totes Ackerland mit Biogas-Anlage bei Irxleben

    Man weiß inzwischen, dass die Artenvielfalt in Siedlungsgebieten erheblich größer ist als auf dem platten Land. Gärten, Parks und Landschaftsschutzgebiete sind Refugien für unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt. Seit Gründung der Gartenpartei sind wir auf dem richtigen Weg und weisen auf diese Umstände hin. Allerdings gefährdet die industrielle Landwirtschaft auch diese Rückzugsgebiete, da nitrat- und anderweitig schadstoffbelastetes Grundwasser vor Grundstücksgrenzen natürlich nicht halt macht. Deshalb fordert der bekannte Biologe Josef H. Reichholf, der u.a. den verheerenden Einfluss der Vermaisung auf den Insektenbestand untersucht und nachgewiesen hat, seit Jahren die Einführung eines verpflichtenden Mindestabstands von 100 Metern zwischen industrielle bewirtschafteten Agrarflächen und Siedlungsgebieten. Die Gartenpartei unterstützt diese Forderung. Der Aufruf zur Demo „Wir haben es satt!“ findet sich unter der Adresse https://www.wir-haben-es-satt.de/.